COVID-19-LV idF BGBl II Nr 398/2020: § 2 Abs 1a Satz 1 – Antrag an den VfGH auf Feststellung der Gesetzwidrigkeit – fehlende aktenmäßige Dokumentation


LVwG-S-3/002-2021, 27.01.2021


Das Landesverwaltungsgericht NÖ fasst am 27. Jänner 2021 den Beschluss:
„Gemäß Art 139 Abs. 1 Z 1 B-VG wird an den Verfassungsgerichtshof der Antrag gestellt, dieser möge erkennen, dass § 2 Abs. 1a Satz 1 der Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Lockerungen der Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19 ergriffen wurden (COVID-19-Lockerungsverordnung – COVID-19-LV), i.d.F. der 10. COVID-19-LV-Novelle, BGBl. II Nr. 398/2020, gesetzwidrig war.“

Die im E des VfGH vom 1. Oktober 2020, G 271/2020-16, V 463-467/2020-16 [festgestellte Gesetzwidrigkeit der Wortfolge „und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen“ in § 1 Abs 2 der COVID-19-LV, BGBl II Nr 197/2020 (Stammfassung)] zu Grunde gelegte, fehlende aktenmäßige Dokumentation der für die Verordnungserlassung maßgeblichen Grundlagen im Zeitpunkt der Erlassung der Verordnung scheint die gesamte Verordnung und ihre Novellen […] zu betreffen [hier: Zweifel an der Gesetzmäßigkeit wegen fehlender aktenmäßiger Dokumentation für die Verordnungserlassung aufgrund fehlender Reaktion des zuständigen Bundesministers auf Ersuchen um Zurverfügungstellung der Dokumentation].

Volltext der Entscheidung

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